Japans Regierungsgremium versucht, Stimmen vor unbefugter generativer KI-Nutzung zu schützen – Interesse

Expertengremium des Justizministeriums: Stimmen fallen in dieselbe Kategorie wie Porträtrechte und Publizitätsrechte



Das japanische Justizministerium
Bild über www.moj.go.jp

Ein Expertengremium des japanischen Justizministeriums hielt am Freitag seine erste Sitzung ab, um zu diskutieren, wie Stimmen vor unbefugter generativer KI-Nutzung geschützt werden können. Staatsjustizminister Hidehiro Mitani erklärte zu Beginn des Treffens: „Während die Verluste im Zusammenhang mit der unbefugten Nutzung einer Stimme erheblich sind, ist die Last, den Umfang der Schutzmaßnahmen vor Gericht zu bestimmen, zu groß, um sie den Synchronsprechern aufzubürden, und andere, die diese Schutzmaßnahmen in Betracht ziehen, können mit der rasanten Entwicklung der KI-Technologien möglicherweise nicht Schritt halten.“

In der ersten Sitzung wurden keine konkreten Entscheidungen zum Stimmschutz getroffen. Das Gremium stellte jedoch fest, dass „Stimmrechte“ nach japanischem Recht in dieselbe Kategorie fallen wie „Porträtrechte“ und „Werberechte“. Das Gremium wird in Zukunft zusammentreten, um zu entscheiden, wie bestehende japanische Gesetze gegen Verstöße durch unbefugte Nutzung von Stimmen vorgehen sollen.

Synchronsprecher gehen gegen die unbefugte Nutzung von Stimmen durch generative KI vor

Ende Oktober 2024 gaben mehrere Synchronsprecher bekannt, dass sie die Gruppe No More Mudan Seisei AI (No More Unauthorized Generative AI) gegründet haben. Die Organisation wurde gegründet, um Synchronsprecher vor der unbefugten generativen KI-Nutzung ihrer Stimmen zu schützen.

In seinem eigenen Versuch, seine Stimme vor unbefugter generativer KI-Nutzung zu schützen, Synchronsprecher Yūki Kaji entwickelte im Juni 2024 sein eigenes Sprachsyntheseprogramm Soyogi Fractal. Vor der Veröffentlichung von Soyogi Fractal erklärte Kaji, er sei besorgt über Urheberrechtsprobleme im Zusammenhang mit Stimmen, was zur Entwicklung des Sprachsyntheseprogramms führte. Kaji verließ daraufhin die Talentagentur VIMS am 8. April und gründete am nächsten Tag seine eigene Firma für Soyogi Fractal.

Quellen: NHK, The Asahi Shimbun, The Ministry of Justice of Japan via Yaraon